INTERVIEW

Mehr Projekte, stabile Margen: Wie IT-Dienstleister ihr Multiprojektgeschäft im Griff behalten

Volle Auftragsbücher, aber schwindende Margen sind für viele IT-Dienstleister Realität. Im Interview erklärt Stefan Schwärzler, wie zentrale Datenführung, Echtzeit-Transparenz und KI-gestützte Prognosen helfen, Projekte, Ressourcen und Wirtschaftlichkeit gleichzeitig im Blick zu behalten.

  • Interview mit Stefan Schwärzler, CEO von Senzavi
  • Lesedauer: 6-8 Minuten
Porträtbild von Stefan Schwärzler, CEO von Senzavi, der vor einem Fenster steht und lächelt.

Marge geht trotz voller Auftragsbücher verloren

Warum verlieren viele IT-Dienstleister trotz guter Auslastung an Steuerungsfähigkeit und Marge?

Stefan Schwärzler: Bei vielen IT-Dienstleistern sieht es auf den ersten Blick perfekt aus: volle Auftragsbücher, engagierte Teams und laufende Projekte. Im Alltag zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Schlüsselpersonen arbeiten parallel in mehreren Projekten, Prioritäten ändern sich laufend, Verzögerungen entstehen ohne klare Ursache und wirtschaftliche Risiken werden oft erst spät sichtbar. Genau dadurch geraten Projekte, Ressourcen und Marge aus dem Gleichgewicht. 

Zentrale Datenbasis und Frühwarnsignale statt Krisenreaktion

Wie hilft Senzavi dabei, Daten, Projekte und Teams auch bei wachsender Komplexität konsistent zu steuern?

Stefan Schwärzler: Viele Unternehmen arbeiten mit verteilten Tools, Excel-Listen und isolierten Dateninseln. Das Problem ist selten der Mangel an Informationen, sondern dass sie kein gemeinsames Bild ergeben. Senzavi bündelt Projekt-, Budget-, Kapazitäts- und Skilldaten zentral und schafft so eine gemeinsame Sicht auf Status, Forecast, Auslastung und Margen. Dadurch werden Engpässe, Doppelbelastungen und Abhängigkeiten sichtbar – auch über mehrere Teams, Projekte und Standorte hinweg. So bleibt Steuerung nicht nur transparenter, sondern auch bei wachsendem Projektgeschäft konsistent skalierbar.

Welche Warnsignale nutzt Senzavi, um Risiken früh sichtbar zu machen und Chancen zu erkennen?

Stefan Schwärzler: Senzavi schaut nicht erst auf Probleme, wenn sie bereits eskaliert sind. Das System identifiziert Risiken anhand von Plan-Ist-Abweichungen, steigenden Restaufwänden, negativen Trends und Engpässen bei Schlüsselpersonen. Senzavi markiert, wann ein Thema entscheidungsrelevant wird, sodass Führungskräfte früh eingreifen können. So werden Probleme proaktiv gesteuert, bevor sie eskalieren, anstatt nur auf Krisen zu reagieren. 

Belastbare Daten statt manuellen Reporting

Wie hilft Senzavi dabei, Kapazitäten realistisch zu planen und Ressourcen gezielter einzusetzen?

Stefan Schwärzler: Senzavi zeigt Kapazität, Verfügbarkeit und Skills pro Rolle oder Person und berücksichtigt dabei auch Präferenzen der Mitarbeitenden. Durch wiederkehrende Zeitboxen wie Sprints oder Wochen bleiben Abweichungen steuerbar, Engpässe werden früher sichtbar und Führungskräfte können Prioritäten gezielter setzen. Das macht Forecasts belastbarer, Ressourcen besser planbar und Entscheidungen im Projektgeschäft fundierter.

Wie sorgt Senzavi dafür, dass Projektdaten belastbar bleiben und Statusberichte nicht manuell zusammengesucht werden müssen?

Stefan Schwärzler: Senzavi führt alle relevanten Projektdaten in einem gemeinsamen Steuerungsbild zusammen. Die Informationen werden zentral erfasst, automatisch aktualisiert und konsolidiert, sodass Führungskräfte auf einer belastbaren und tagesaktuellen Grundlage entscheiden können.

Gleichzeitig entstehen Statusberichte automatisch aus Daten zu Projektfortschritt, Kapazität, Budget und Forecast. So entfallen manuelle Auswertungen und Diskussionen über widersprüchliche Zahlen – und Entscheidungen lassen sich schneller und gezielter treffen.

Messbare Effekte mit Senzavi

Wo werden Kunden mit Senzavi konkret effizienter – und was verbessert sich messbar zuerst?

Stefan Schwärzler: Mit Senzavi gewinnen Kunden vor allem dort, wo Entscheidungen bisher zu spät oder auf unsicherer Grundlage getroffen wurden. Echtzeit-Transparenz über Projekte, Ressourcen und wirtschaftliche Kennzahlen ermöglicht gezielte Eingriffe, Priorisierung und Nachsteuerung. Überlastungen werden vermieden, Engpässe früher erkannt und die Planung belastbarer. Besonders schnell verbessert sich dabei meist die Plan-Ist-Abweichung bei Aufwand und Budget, weil Teams sofort sehen, wo Scope geklärt oder Ressourcen angepasst werden müssen.

Bei Objektkultur Software GmbH wurde genau dieser Effekt sehr klar – mit spürbaren Verbesserungen in Steuerbarkeit und Projektrentabilität. Wie sich diese Wirkung bei Objektkultur konkret zeigt, lest ihr in der vollständigen Referenz.

Der Blick nach vorn: KI und Prognosen

Wie entwickelt sich Senzavi in Bezug auf KI weiter? 

Stefan Schwärzler: Senzavi baut die Plattform gezielt in Richtung KI-gestützter Prognosen aus. Künftig sollen Projektlaufzeiten, Budgetrisiken und Ressourcenauslastung noch früher automatisch vorhersehbar werden. Dafür analysiert die KI Muster aus vergangenen Projekten, bewertet Skills und Kapazitäten und gibt Hinweise, wo Engpässe drohen oder Projekte wirtschaftlich aus dem Korridor laufen könnten.

So geht es perspektivisch nicht mehr nur um Transparenz im Ist-Zustand, sondern um eine Steuerung, die Risiken früher antizipiert und Prioritäten vorausschauender unterstützt.

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